Sauna und Whirlpool | mieten & kaufen
Wenn Sie sich den Traum von der eigenen Sauna erfüllen möchten, stehen Sie schnell vor einer entscheidenden Frage: Welches Holz soll ich wählen?
Das Holz ist nicht nur das Baumaterial – es ist die Seele Ihrer Sauna. Es bestimmt den Duft, die Atmosphäre, wie sich die Wärme auf Ihrer Haut anfühlt und natürlich die Langlebigkeit Ihrer Wellness-Oase. Doch nicht jede Holzart verträgt die extremen Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen einer Sauna gleich gut.
In diesem Artikel stellen wir Ihnen die beliebtesten Holzarten vor – von klassischen Nadelhölzern bis zu edlen Laubhölzern – und beleuchten deren Vor- und Nachteile.
Hier finden Sie die wichtigsten Hölzer für den Saunabau im Überblick.
Die nordische Fichte (auch Polarfichte genannt) ist das traditionellste Saunaholz. Da sie in kalten Regionen sehr langsam wächst, ist das Holz fester und dichter als das der heimischen Fichte.
Optik: Hell, mit deutlich sichtbaren Astlöchern für den typisch rustikalen „Skihütten-Charme“.
Geruch: Angenehm würziger Waldduft durch natürlichen Harzgehalt.
Vor- und Nachteile:
Pro: Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis (günstiger Einstieg), robust, klassische Optik.
Contra: Astlöcher können sehr heiß werden; Harzgallen können sich bei Hitze öffnen und harzen.
Die kanadische Hemlock-Tanne ist der Liebling im gehobenen Saunabau, wenn es um Nadelhölzer geht.
Optik: Fast astfrei, sehr gleichmäßige Maserung, hell-bräunlicher Ton.
Geruch: Neutral bis leicht holzig.
Vor- und Nachteile:
Pro: Völlig harzfrei (kein Tropfen!), verzieht sich kaum, speichert Wärme sehr gut ohne heiß zu werden, sehr langlebig.
Contra: Teurer als Fichte; ökologisch durch weite Transportwege (Nordamerika) etwas belastender.
Die Espe (Pappel) ist ein Laubholz und gewinnt in modernen Design-Saunen immer mehr an Bedeutung. Da sie keine ätherischen Öle oder Harze enthält, ist sie sehr „sauber“.
Optik:
Natur: Sehr hell, fast weiß, edel und schlicht.
Thermo: Durch Hitzebehandlung erhält sie einen warmen, karamellartigen Braunton.
Geruch: Geruchsneutral.
Vor- und Nachteile:
Pro: Harzfrei, splitterfrei, sehr formstabil. Hält die Form auch bei Feuchtigkeitsschwankungen gut.
Contra: Helles Espenholz ist empfindlich gegen Schweißflecken (sieht man schneller als auf dunklem Holz); Thermo-Espe liegt im höheren Preissegment.
Die Erle ist ein Laubholz, das Wasser liebt. Früher wurden Fundamente von Venedig auf Erlenpfählen gebaut – im Saunabau wird sie für ihre Beständigkeit geschätzt.
Optik: Einzigartiger, warmer Farbton, der ins Rötlich-Orange bis Rotbraune geht. Die Maserung ist fein und gleichmäßig.
Geruch: Dezent und angenehm.
Vor- und Nachteile:
Pro: Sehr hohe Beständigkeit gegen Feuchtigkeit, verzieht sich kaum, harzfrei. Die warme Farbe verleiht der Sauna eine sehr gemütliche („cozy“) Atmosphäre.
Contra: Kann über die Jahre etwas nachdunkeln; ist oft etwas teurer als Standard-Fichte.
Die Esche ist ein sehr hartes und schweres Holz mit einer markanten Zeichnung. Im Saunabau wird sie fast ausschließlich als Thermo-Esche (thermisch behandelt) verwendet, um sie ruhig und stabil zu machen.
Optik: Sehr lebhafte, dekorative Maserung (Jahresringe sind gut sichtbar). Als Thermo-Holz hat sie einen dunklen, fast schwarz-braunen Ton, der sehr edel wirkt.
Geruch: Durch die Thermobehandlung anfangs leicht rauchig, später neutral.
Vor- und Nachteile:
Pro: Extrem langlebig und formstabil (durch Thermobehandlung), sehr hart (unempfindlich gegen Dellen), wirkt optisch sehr hochwertig und exklusiv.
Contra: Das Holz ist teurer; die lebhafte Maserung ist Geschmackssache (manche bevorzugen ruhigere Hölzer wie Hemlock).
Die rote Zeder ist der „Rolls-Royce“ unter den Saunahölzern und bekannt für ihre ätherischen Öle.
Optik: Faszinierendes Farbspiel von Honiggelb bis Rotbraun.
Geruch: Intensiver, aromatischer Zedernduft (wirkt entspannend).
Vor- und Nachteile:
Pro: Wirkt antibakteriell durch eigene Öle; reflektiert Wärme exzellent; verzieht sich quasi gar nicht.
Contra: Hochpreisig; der intensive Geruch ist nicht jedermanns Sache.
Abachi wird selten für Wände, aber fast immer für Saunabänke verwendet, da es Wärme extrem schlecht leitet. Selbst bei 90 °C fühlt sich das Holz beim Hinsetzen angenehm an.
Pro: Kein Verbrennen der Haut, splitterfrei.
Contra: Sehr weich (empfindlich gegen Kratzer); ökologisch auf zertifizierten Anbau achten!
Damit Sie den Überblick behalten, hier eine Entscheidungshilfe für Ihre Wandverkleidung:
| Holzart | Charakter | Besonderheit |
| Nordische Fichte | Rustikal & Traditionell | Günstiger Klassiker mit Astlöchern |
| Hemlock | Elegant & Ruhig | Astfrei, harzfrei, sehr homogen |
| Espe (Natur) | Hell & Clean | Modernes Design, sehr hell |
| Erle | Warm & Rötlich | Hohe Feuchtigkeitsbeständigkeit, gemütliche Farbe |
| Thermo-Esche | Dunkel & Lebhaft | Sehr hart, edle dunkle Optik, starke Maserung |
| Rot-Zeder | Exklusiv & Duftend | Natürliche Öle, toller Duft, starkes Farbspiel |