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Der Saunaaufguss: Anleitung, Technik und die häufigsten Fehler

Der Aufguss ist der Höhepunkt vieler Saunagänge. Wasser trifft auf heiße Steine, verdampft und lässt die Hitze plötzlich viel intensiver wirken. Wer weiß, wie ein Aufguss richtig gemacht wird, holt deutlich mehr aus seiner Sauna heraus.

Warum ein Aufguss die Hitze verstärkt

Die Lufttemperatur bleibt beim Aufguss fast gleich, aber die Luftfeuchtigkeit steigt sprunghaft. Feuchte Luft überträgt Wärme viel besser auf die Haut als trockene. Zusätzlich wird die isolierende Luftschicht auf der Haut durch das Wedeln aufgelöst. Das Ergebnis: Es fühlt sich deutlich heißer an, obwohl das Thermometer kaum reagiert.

So machen Sie einen Aufguss richtig

  1. Warten, bis die Sauna richtig durchgeheizt ist und die Steine ausreichend heiß sind.
  2. Etwa ein bis zwei Liter Wasser in die Kelle geben, Aufgussmittel sparsam dosieren, meist genügen wenige Milliliter pro Liter.
  3. Das Wasser langsam und in mehreren Portionen über die Steine gießen, nicht alles auf einmal.
  4. Nach jedem Guss mit einem Handtuch die Luft verteilen, wenn Sie die Wirkung verstärken möchten.
  5. Nach dem Aufguss noch ein bis drei Minuten sitzen bleiben, dann konsequent abkühlen.

Die häufigsten Fehler

  • Zu viel Wasser auf einmal, das kühlt die Steine aus und erzeugt nur nasse Hitze
  • Duftöl unverdünnt auf die Steine, das ist unnötig aggressiv und kann sich entzünden
  • Aufguss bei zu kühlen Steinen, dann verdampft das Wasser nicht richtig
  • Aufguss in einer schlecht belüfteten Kabine, die Feuchtigkeit bleibt dann stehen
  • Nach dem Aufguss zu lange sitzen bleiben, weil man den Kreislauf unterschätzt

Aufgussmittel: was passt wann?

  • Eukalyptus und Minze: klar, kühl empfunden, gut bei Erkältungsgefühl
  • Zitrus und Orange: frisch, wach, gut am Vormittag
  • Fichtennadel und Latschenkiefer: waldig, kräftig, klassisch nordisch
  • Lavendel und Honig: mild, beruhigend, gut als letzter Gang am Abend
  • Reines Wasser: unterschätzt, denn der Aufguss wirkt auch ohne Duft

Wichtig ist, ausschließlich saunataugliche Aufgussmittel zu verwenden. Kosmetische Öle und Parfums gehören nicht in die Sauna.

Aufguss im Holzofen und im Elektroofen

Beide Ofenarten sind aufgussgeeignet, sofern der Ofen dafür ausgelegt ist. Öfen mit großer Steinmenge liefern die angenehmeren Aufgüsse, weil sie mehr Energie speichern und nach dem Guss nicht einbrechen. Bei Holzöfen ist die Steinmenge oft besonders großzügig, das merkt man beim Aufguss deutlich.

Fazit

Ein guter Aufguss ist eine Frage von heißen Steinen, sparsamer Dosierung und Ruhe beim Gießen. Wer diese drei Punkte beachtet, bekommt aus jeder Sauna ein intensiveres Erlebnis.

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